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06.11.2015

Praxen sollten bei Beihilfepatienten höhere Preise verlangen

Spitzenverband der Heilmittelverbände stützt Argumentation der Therapeuten


Beihhilfesätze sind seit 2001 eingefroren

Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) e.V. empfiehlt in einer aktuellen Stellungnahme auf seiner Homepage im Oktober 2015 seinen Mitgliedern, auch bei beihilfefähigen Patienten angemessene Preise zu verlangen.

Freie Praxen erleben aktuell sowohl bei Patienten der Beihilfe als auch bei Privatpatienten verstärkt, dass sich die Patienten auf den Standpunkt stellen, dass die Erstattungsbeträge der Beihilfe Höchstbeiträge für therapeutische Leistungen seien.

Die über die Beihilfe versicherten Patienten übersehen oder wollen dabei nicht sehen, dass das Bundesministerium des Inneren eine Eigenbeteiligung von den Beihilfeberechtigten fordert und höhere Preise als notwendigen Eigenanteil ansieht.

Die beihilfefähigen "Höchstbeiträge" regeln nur den Erstattungssatz zwischen dem Beihilfeberechtigten und seinem Dienstherren.

Politisch gewollt also nicht zwischen dem Patienten und dem Therapeuten!


So hat sich das Bundesministerium des Innern bereits mehrfach entsprechend geäußert und hierbei zudem erläutert, dass die Sätze der Beihilfeverordnung nicht kostendeckend sind und auch keine Erstattung von Kostenerhöhungen einberechnet sind (siehe Anlage).

Kostenerstattung praktisch eingefroren

Soweit es tatsächlich noch Praxen geben sollte, die (egal aus welchen Gründen) Patienten nur den erstattungsfähigen Preis der Beihilfe berechnen, sei hier angemerkt, dass die Preise seit 14 Jahren (letzte Erhöhung 2001, vorletzte 1991) nicht erhöht wurden und damit praktisch eingefroren wurden.

Eine weitere wichtige Einschätzung hierzu seitens des Spitzenverbandes ist:

„Angesichts der angespannten Haushaltslage bei Bund und Ländern ist auch in den nächsten Jahren nicht damit zu rechnen, dass sich daran etwas ändert.

Als zunehmend problematisch erweist sich in dieser Diskussion, dass auch die privaten Krankenkassen gegenüber ihren Privatversicherten den Eindruck erwecken, es handele sich um sogenannte „Höchstbeträge“ im Sinne irgendeiner festgelegten amtlichen Gebührenordnung wie z.B. bei den Ärzten.

Das heißt, auch gegenüber Privatpatienten fällt es den Praxen immer schwerer, Ihre „angemessenen“ Preise durchzusetzen.

Insofern sollten sich eigentlich alle Therapeuten im eigenen, zum Überleben notwendigen, wirtschaftlichen Interesse an den Leistungspreisen/Honorarsätzen des VdeK orientieren.

Bei dieser Berechnungsgrundlage des "angemessenen Preises" liegt der Höchstsatz beim 2,3 fachen VdeK-Satz.

1,8 bis 2,3 fach ist angemessen

Die ortsübliche und angemessene Spanne für den Preis einer Behandlung sollte - um wirtschaftlich zu arbeiten - zwischen dem 1,8- und 2,3-fachen Kassensatz liegen.

Die oben genannte „Angemessenheit“ wurde in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten von Patienten gegenüber Ihren Krankenkassen gerichtlich bestätigt.


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