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10.11.2015

Deutscher Pflegerat unterstützt Therapeuten

Entkopplung von der Grundlohnsummenbindung gefordert


Anhörung im Gesundheitsausschuß zum E-Health Gestz am 04.11.2015

Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum geplanten E-Health-Gesetz fand am 04.11.2015 im Deutschen Bundestag eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss statt.

Das geplante E-Health-Gesetz befasst sich im Schwerpunkt mit den Themen elektronische Gesundheitskarte, sichere Telemedizin, Datenschutz und Datenaustausch, elektronische Arztbriefe und elektronische Patientenakten.

Im Idealfall könnte es in Zukunft bspw. so aussehen, dass jeder Patient mittels seiner Gesundheitskarte eine Art externer Festplatte bei sich führt, die für Zugangsberechtigte Einblick in die Krankengeschichte erlaubt. Hier könnten zum Beispiel Facharztberichte, Berichte aus Rehabilitationseinrichtungen oder Krankenhäusern und/oder Ergebnisse bildgebender Verfahren hinterlegt werden.

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagt hierzu


„Vernetzung, Telemedizin, neue Therapien und Datenschutz - das ist die digitale Revolution im Gesundheitswesen.“ 

Zugangsberechtigung zu Daten für Therapeuten enorm wichtig


Für die Therapeuten wird hierbei das Recht einer „lesenden und schreibenden Zugriffsberechtigung " auf die Patientendaten sehr wichtig sein.
Dies bedeutet, dass die Therapeuten sowohl Berichte auf der elektronischen Gesundheitskarte verfassen, als auch hinterlegte Berichte anderer medizinischer Berufsgruppen lesen dürfen. Insbesondere im Zuge einer wachsenden Zusammenarbeit aller medizinischen Berufsgruppen im Gesundheitswesen und einer Kommunikation aller Beteiligten auf Augenhöhe, ist diese Zugangsberechtigung enorm wichtig.

Daher müsste der Zugang nicht nur für Mediziner, sondern auch für Therapeuten im E-Health-Gesetz fest verankert werden.

Zahlreiche Lobbyverbände waren während des Gesetzgebungsverfahrens vertreten – Die berufsständische Vertretung der Therapeuten fehlte jedoch


Da die Berufsgruppe der Therapeuten leider durch keine der Berufsverbände bei der Gesetzgebung oder der Anhörung im Gesetzgebungsverfahren beteiligt ist, können die Therapeuten fast schon von Glück sprechen, dass sich der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) in seiner Stellungnahme für eine Zugangsberechtigung der Therapeuten zu den Patientendaten ausspricht.
Zumindest kann man diese Intention indirekt dem Standpunkt des DPR e.V. entnehmen (siehe Anlage).

Allerdings will der Gesetzgeber auch den Pflegekräften derzeit nur eingeschränkten Zugang ermöglichen.

Leistungsgerechte Vergütung für Therapeuten vom Pflegerat gefordert


In der weiteren Stellungnahme des DPR e.V. fiel eine weitere wichtige Forderung für die Therapeuten: Der DPR e.V. plädierte für eine leistungsgerechtere Vergütung der Gesundheitsfachberufe. Aus Sicht des DPR e.V. ist eine „Entkoppelung der Vergütung von der Grundlohnsummenbindung im Heilmittelbereich“ ein wichtiger Punkt.

Der DPR e.V. äußert die Befürchtung, dass ansonsten eine qualifizierte Versorgung der Patienten gefährdet ist.

Es tut sich was!


Aufgrund der aktuellen Diskussionen auf Landesebene (z.B. Dringlichkeitsantrag Bayern) und dem aktuellen Gesetzgebungsverfahren auf bundespolitischer Ebene, sehen einige berufspolitisch aktive Vertreter der Therapeuten eine historische Chance zur Erhöhung der Leistungsvergütung der Heilmittelerbringer.

Das Thema der Arbeits- und Berufssituation der Therapeuten ist auf der politischen Bühne derzeit parteiübergreifend sehr präsent.

So könnte auch die Verbalisierung des Standpunktes des DPR e.V. maßgeblich an wichtigen Veränderungen auf therapeutischer Ebene beteiligt sein.

a)  bei einer möglichen Entkoppelung von der Grundlohnsummenbindung und

b) bei einer möglichen Zugangsberechtigung zu den elektronischen Patientendaten.

Wie Roy Kühne (Physiotherapeut und Abgeordneter im Bundestag, sowie Mitglied im Gesundheitsausschuß) in einem aktuellen Interview in diesem Zusammenhang anmerkte:

"Der Druck muss auch von der Basis kommen. Ich kann mich nur wiederholen, nur zusammen kann es gelingen."



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