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27.10.2016

RVO Kassen - Neue Preise ab 01.11.2016 für Sprachtherapie Nordrhein

2,95% und mehr für alle Positionen


Schiedsverfahren (endlich) abgeschlossen

18 Monate galten bereits die Preise, die zwischen den Berufsverbänden und den RVO-Kassen am 05.03.2015 vereinbart wurden.
Logopäden und Sprachtherapeuten in freien Praxen sind insofern
froh, dass endlich neue Gebührensätze vereinbart werden konnten.


Wichtigste Postionen steigen bis zum Maximum der Grundlohnsumme

Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, steigen die Preise in den wichtigsten Positionen um jeweils 2,95%.

Die von der Bundesregierung für 2016 bekannt gegebene Grundlohnsummensteigerung lag bei 2,95%, sodass die wichtigsten Preise für die Sprachtherapie bis zu diesem Maximum ausgeschöpft wurden - das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall!

39% und 54% mehr für Gruppentherapie

Im Bereich der Gruppentherapie gibt es aus unserer Sicht in den Positionen der 3er-Gruppe für 45 und 90 Minuten eine bemerkenswerte Veränderung.
Hier steigen die Preise um 39,29 % und 54,52%!

Ob allerdings im Praxisalltag und bezogen auf die unterschiedlichen Störungsbilder Angebote für diese Positionen umsetzbar sind und diese von Ärzten verordnet werden, bleibt abzuwarten. Allerdings könnten sich hier für Therapeuten attraktive Möglichkeiten ergeben, Ihre Leistung endlich adäquat vergütet zu bekommen.

Achtung: Der Minutenwert für die Gruppenposition X3222 und X3224 ist auf der Grundlage der Mindestgruppengröße von 3 Patienten berechnet. Bei mehr Patienten eröht sich der Wert entsprechend.

Laufzeit des Vertrages bis 31.03.2017

Da sich die Verhandlungen mit den Krankenkassen sehr lange hingezogen haben und erst im Schiedsverfahren eine Einigung erzielt werden konnte, ist eine Kündigung zum 31.03.2017  möglich, sofern der Vertrag von einem Vertragspartner bis 31.12.2016 gekündigt wird.

Nur 2,5 % Preiserhöhung im nächsten Vertrag 2017 möglich ?

In § 3  Punkt 5 des geschlossenen Vertrages wurde zwischen den Vertragsparteien folgendes unterzeichnet.

" Basis für die Preisverhandlungen in 2017 sind die bis zum 31.10.2016 gezahlten Preise, erhöht um die Grundlohnsumme für das Jahr 2017 in Höhe von 2,5 Prozent "

Allerding beabsichtigt der Gesetzgeber im  Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz, welches 2017 in Kraft treten soll, die Abschaffung der Grundlohnsummenbindung.

Höhere Preise über Grundlohnsummenbindung von 2,5 % ab 2017 also möglich?

Inwieweit sich die Verbände mit der oben getroffenen vertraglichen Regelung insofern eventuell selbst geschadet haben, können wir nicht abschließend bewerten.

Der schwierige rechtliche Hintergrund ist der, dass der Gesetzgeber in einem laufenden Gesetzgebungsverfahren in dem neuen sogenannten Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) für die Jahre 2017 bis 2019 die Möglichkeit vorsieht, Vertragsabschlüsse oberhalb der Veränderungsrate zu vereinbaren.

Das heißt, es bestünde die Möglichkeit einer Preissteigerung von über 2,5 %.
Es ist zu wünschen, dass die Verbände diese zunächst befristete Regelung klug nutzen, um endlich deutlich bessere Preise zu erzielen.

Das Gesetz soll im März inkraft treten.



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