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18.09.2015

Therapeuten können Preise mit (Privat)patienten frei verhandeln

Aktuelle Untersuchung des Wissenschaftlichen Institutes der PKV


Die Geschichte, dass die erstattungsfähigen Kosten einer Heilbehandlung beim Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Podologen eines Privatpatienten höchstens dem Kostensatz der Beihilfe entsprechen dürfen, werden den Privatversicherten seitens seiner PKV häufiger als Begründung benannt, warum eine höhere Kostenerstattung für eine Heilbehandlung nicht möglich bzw. nicht gestattet ist.

Der hieraus resultierende Druck den Preis für eine Heilbehandlung zu senken, wird somit seitens der Privaten Krankenkassen - die den Therapeuten in einem unredlichen Licht erscheinen lassen - auf den Heilmittelerbringer übertragen.

Der Therapeut sieht sich zum Teil häufig mit dem Vorwurf und der Aussage der Privaten Krankenkassen konfrontiert das er überhöhte und unzulässige Preise für seine Leistungen verlange.

Aktuelle Untersuchung des Wissenschaftlichen Institutes der PKV

In einer aktuellen Untersuchung  von Dezember 2014 schreibt hierzu das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung selbst:

„In Bezug auf die Vergütung von Heilmitteln gibt es in der PKV – im Gegensatz zur GKV – keine vertraglichen Vereinbarungen zwischen Kostenträgern und den Leistungserbringern und auch keine amtliche Gebührenordnung.

Bei Privatpatienten verhandeln Therapeuten die Preise ihrer Leistungen frei mit den Patienten .....“

Vergütung und Abrechnung

So schreibt das Institut in seinen Ausführungen weiter:

„ Der privat krankenversicherte Patient steht in einem direkten Vertragsverhältnis mit seinem Behandler und schuldet diesem die vertraglich vereinbarte Vergütung (§ 630a Abs. 1 BGB).

Die Höhe der Erstattung richtet sich nach dem gewählten Tarif. Die Therapeuten können die Preise innerhalb rechtlicher Grenzen von Sittenwidrigkeit und Wucher (§ 138 BGB) frei mit dem Patienten verhandeln.

Krankenkassen informieren falsch

Wie aus den obigen Ausführungen des Institutes der PKV deutlich wird, sind somit die Schreiben einzelner PKVen an Ihre Patienten in Bezug auf die höchstens zulässigen Preise Bewusst oder Fahrlässig falsch.

Die sachlich falsche Information führt auf Seiten des Patienten zum Eindruck der Therapeut wolle aus reiner „Geldschneiderei“ einen höheren als den „amtlichen Satz“ berechnen.

Die betroffenen Therapeuten können dies zukünftig entkräften indem Sie ihren  Patienten die Veröffentlichung der PKV übergeben. Das Dokument mit der Veröffentlichung finden Sie bei uns im Anhang. 

Das WIP (Wissenschaftliches Institut der PKV) ist am 01.01.2005 vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. gegründet worden.

 


Dateien:
Heilmittelversorgung_PKV_GKV_Vergleich_01.pdf386 K

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